Spielfilme sind fiktionale Geschichten, Dokumentarfilme...
...handeln von der Wirklichkeit. So simpel diese Unterscheidung klingt, so unklar ist diese Trennung in der Praxis. Sicher ist jedenfalls, dass Menschen, die in Dokumentarfilmen mitwirken, ebenfalls einer Inszenierung ausgesetzt sind: Die Anwesenheit der Kamera verändert ihr Verhalten, ihre Aussagen, ihr Auftreten. Die Kunst des Dokumentarfilm-Regisseurs besteht oft darin, durch seine Inszenierung spontane Reaktionen und Augenblicke ungefilterter Selbstdarstellung zu provozieren. Nur die wenigsten Dokumentarfilmer würden allerdings behaupten, damit die "Wahrheit" zu zeigen. Auch Dokumentarfilme liefern durch die Auswahl ihrer Protagonisten, durch ihre Fragestellung und die Gewichtung ihres Materials stets eine persönliche Interpretation der Realität.
Weitere Artikel zu diesem Gewerk
From Kinshasa to Patagonia – What makes a documenatry universal?
Im Rahmen der Akademie Breaks während der Berlinale sprachen die beiden OSCAR©-Preisträger Pepe Danquart (SCHWARZFAHRER, HEIMSPIEL, HÖLLENTOUR, AM LIMIT) und Jeffrey Levy-Hinte (SOUL POWER, WHEN WE WERE KINGS) am 12. Februar 2009 über die Entstehung und die Herausforderungen...
„Hinsichtlich der nachhaltigen Brisanz ist das Dokumentarische dem Fiktionalen überlegen." (Andres Veiel)
Die Regisseure Aelrun Goette und Andres Veiel im Gespräch mit Hubertus Siegert über den dokumentarischen Kinofilm, 5. Juni 2008 in Berlin Aelrun Goette...
