Ein guter Filmkomponist...
...lenkt keine Aufmerksamkeit auf seine Arbeit, sondern unterstützt die Bilder und Emotionen des Films allein auf der Ebene des Unbewussten – so lautet eine verbreitete Ansicht über die Filmmusik. „Unsinn", sagt der Veteran Peter Thomas in unserem Interview, „das Schönste ist es doch, wenn die Musik auch außerhalb des Films ein Leben entwickelt". Berühmte Filmscores aus den verschiedensten Epochen geben ihm Recht – so gibt die unverkennbare Westernmusik von Ennio Morricone den epischen Bildern von Sergio Leone erst ihre volle Größe. Üblicherweise wird der Einsatz der Filmmusik nach dem Rohschnitt festgelegt. Regisseur und Komponist entscheiden gemeinsam, welche Stellen musikalisch untermalt werden sollen. Dies wird auf einem Cue Sheet festgehalten. Die fertige Musik wird dann im Normalfall von einem Orchester synchron zum Film aufgenommen. Häufig dirigiert der Komponist selbst. Die Endmischung setzt die Musik ins richtige Verhältnis zu Dialogen, Geräuschen und Toneffekten.
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