Die Stille der Kaparten

Wie Dirk W. Jacob beim Dreh von KRABAT ein Second Unit-Tonteam losschickte, die besonderen Naturatmosphären der Karpaten einzufangen.

„Stille ist immer nur das, was man überhört, aber das kann trotzdem ganz viel sein.”

 

Der Tongestalter Dirk W. Jacob über KRABAT

INTERVIEW zu KRABAT

Interview mit Dirk W. Jacob

Für die meisten Filmemacher war die Einführung des Tonfilms gleichbedeutend mit der des Sprechfilms. Zu den wenigen, die zwischen Beidem zu unterscheiden wussten, gehörte Fritz Lang. Dessen erfindungsreiche Toningenieure haben in Dirk W. Jacob einen würdigen Erben gefunden. Schauen Sie sich einmal KRABAT an und schalten den Ton dabei ab: Sie werden merken, dass dem Film eine entscheidende, unverzichtbare Dimension fehlt. Jacob hat sein Sound Design wie eine Partitur komponiert. Die Tonspur ist raunend expressiv, springt mutig zwischen den Realitätsebenen und übersteigert kühn die Effekte.

 

Die Szene
Der Waisenjunge Krabat hat in einer Mühle Unterschlupf gefunden, in der er hart arbeiten muss. In der Nacht wacht Krabat von seltsamen Geräusche auf und beobachtet geheimnisvolle Dinge: alle Burschen und der Müller stehen vor der Mühle und erwarten die Ankunft des Gevatters, einer dunklen Gestalt, der Säcke mit unheilvollen Inhalt bringt.

 

Der Künstler
Der Tongestalter Dirk W. Jacob hat sein Metier bei Meistern des Fachs wie Hans Peter Kuhn, Matthias Lempert und Martin Steyer gelernt. 1995 debütiert er mit FÜR IMMER UND IMMER im Kino. Am Häufigsten arbeitete er mit den Regisseuren Marco Kreuzpaintner, Christian Petzold, Hans-Christian Schmid und Tom Tykwer. Drei Mal hat er bislang eine „Lola“ gewonnen: für REQUIEM, DAS PARFUM und TRADE.

Kommentare

Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden.