DAS LEBEN IST ZU LANG – Ein Gespräch mit Filmeditorin Elena Bromund
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Filmische Geschichten erzählen und verändern
Die Cutterin Elena Bromund ließ Vierundzwanzig einen genauen Blick auf ihre Arbeit an DAS LEBEN IST ZU LANG werfen und erzählt, wie sie im Schneideraum die erzählte Geschichte maßgeblich verändern kann. Anhand von ausgewählten Filmszenen erklärt sie, wie das Erzählen einer filmischen Geschichte aus Sicht eines Filmeditors genau funktioniert und wie man im Schneideraum noch allerhand steuern und an der erzählten Geschichte verändern kann.
Außerdem sprach sie mit VIERUNDZWANZIG.DE in einem Interview über die Essenz und die Kunst des Filmschnitts, das Interview ist als PDF zum Nachlesen downloadbar.
Über den Film
Keine Krise ist so verhängnisvoll, überwältigend und ungerecht, wie die von Alfi Seliger (Markus Hering). Der jüdische Filmemacher, Hypochonder und Familienvater steckt bis zum Hals in Problemen: seine pubertierenden Kinder Romy (Hannah Levy) und Alain (David Schlichter) finden ihn lächerlich, seine Ehefrau Helena (Meret Becker) wäre froh, sie fände ihn nur lächerlich, seine Bank geht insolvent und sein neues Filmprojekt stößt nur schwer auf Gegenliebe.
Aus Freund wird Feind, aus Hoffnung wird Paranoia und als ihm selbst sein Psychiater (Udo Kier) rät, seinem Leben ein Ende zu machen, versucht Alfi Seliger einen theatralischen Abgang. Aber wie es sich für einen geborenen "Nebbich", einen liebenswerten Versager, gehört, misslingt ihm selbst das - er überlebt und erwacht nur scheinbar in seinem alten Leben...
Elena Bromund studierte ursprünglich Jura, bevor sie ihre Arbeit als Filmeditorin bei der Neue Sentimental Film in Frankfurt begann. Zu ihren Arbeiten als freie Editorin gehören Aufträge für die Werbung, Musikvideos, Kinofilme und Dokumentationen. Sie hat u.a. den Schnitt für Filme von Dani Levy (neben DAS LEBEN IST ZU LANG auch 2004 ALLES AUF ZUCKER! und 2002 VÄTER) und Hendrik Handloegten (2010 FENSTER ZUM SOMMER und 2003 LIEGEN LERNEN) übernommen. Für ihre Schnittarbeit an Dani Levys ALLES AUF ZUCKER! wurde sie 2004 u.a. für den Deutschen Filmpreis nominiert.

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