DIE ABSURDITÄT DES LEBENS

Wie der Regisseur Wolfgang Becker für die perfekte Szene kämpft, in der alles stimmt.

„Wenn man eine gewisse Vertrautheit mit den Menschen einer Geschichte hat, kann man einfach besser von ihnen erzählen."

Regisseur Wolfang Becker über GOOD BYE, LENIN!

INTERVIEW zu GOOD BYE, LENIN!

 

Interview mit Wolfgang Becker

Der Regisseur Wolfgang Becker ist als Perfektionist bekannt, der in seinen Filmen nichts dem Zufall überlässt. Kleine Requisiten, die sonst kaum jemand beachten würde, können für ihn eine ganze Welt und eine exakte Stimmung beschreiben – und der Erfolg beim Zuschauer gibt ihm recht. Kein Wunder also, dass er mit seiner Crew so lange unerbittlich an der Besetzung, an den Akzenten, am Spiel der Schauspieler, an den Sets und Kostümen feilt, bis eine Szene für ihn 'zu leben' beginnt.

Die Szene
Ostberlin, 1990. Alex (Daniel Brühl) pflegt seine Mutter (Katrin Saß), die nach acht Monaten aus dem Koma erwacht ist. Wegen ihres kritischen Zustands darf sie nicht erfahren, dass es ihre Heimat, die DDR, nicht mehr gibt. So organisiert Alex eine kleine Geburtstagsfeier mit Pionierliedern, einem ehemaligen Arbeitskollegen der Mutter (Michael Gwisdek) und vielen weiteren Helfern. Alles läuft gut, bis vor dem Fenster ein verräterisches Plakat ausgerollt wird ...

Der Künstler

Wolfgang Becker wurde 1954 in Westfalen geboren und studierte an der Deutschen Film- und Fernsehakademie (dffb) in Berlin. Zunächst arbeitete er als Kameramann und assistierte u.a. bei Michael Ballhaus. Seine erste Regiearbeit SCHMETTERLINGE, nach einer Erzählung von Ian McEwan, gewann einen Student Academy Award in Hollywood, den Goldenen Leoparden in Locarno und viele weitere Preise. Seine Filme KINDERSPIELE und DAS LEBEN IST EINE BAUSTELLE wurden von der Kritik hoch gelobt, GOOD BYE, LENIN! entwickelte sich zusätzlich zum Kassenschlager des Jahres 2003. Zur Zeit arbeitet er an einem Beitrag für den Episodenfilm DEUTSCHLAND 09, der 2009 in die Kinos kommt. Becker ist Gründungsmitglied und Teilhaber der Firma X Filme in Berlin.

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