NICHT ALLES KONTROLLIEREN!

Warum die besten Szenen des Regisseurs Hans Weingartner spontan entstehen

p24

„Wenn die Schauspieler dich so überraschen, dass die Szene besser wird, als du dir je hättest vorstellen können – das ist das Schönste überhaupt."

Regisseur Hans Weingartner über DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI

INTERVIEW zu DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI

Interview mit Hans Weingartner

Ein kleines Team, Partystimmung, Szenen, die gar nicht im Drehbuch stehen, Schauspieler, die ihre größten Lacher improvisieren dürfen: Ganz bewusst hat der Regisseur Hans Weingartner den Dreh seines Films DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI möglichst unkonventionell gestaltet. Es sei unheimlich anstrengend, soviel Kontrolle aufzugeben, erzählt er – aber Improvisation und befreite Kreativität könnten einem Regisseur auch die größten Glücksmomente schenken.

Die Szene
Eine einsame Almhütte in Österreich. Die Möchtegern-Revoluzzer Jan (Daniel Brühl), Jule (Julia Jentsch) und ihr Freund Peter (Stipe Erceg) haben den Top-Manager Hardenberg (Burghart Klaußner) entführt – aber Täter und Opfer kommen sich näher als gedacht. Während Peter und Hardenberg über Geld und Freiheit reden, können Jan und Jule ihre beginnende Liebe nicht länger verstecken – ein klassisches Dreiecks-Drama beginnt.

Der Künstler
Hans Weingartner, 1970 im österreichischen Vorarlberg geboren, studierte Physik und Neurochirurgie in Wien und hatte dort eine prägende Begegnung mit dem Regisseur Richard Linklater. Später absolvierte er eine Regieausbildung an der Kölner Kunsthochschule für Medien. Schon während seiner Studienzeit drehte er DAS WEISSE RAUSCHEN, einen Film über Schizophrenie. Mit seinem nächsten Film DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI gelang es ihm im Jahr 2004 – nach elf Jahren ohne deutschsprachigen Film im Wettbewerb – das Festival von Cannes zu erobern. Als letztes brachte er 2007 die Fernsehsatire FREE RAINER ins Kino. Hans Weingartner lebt in Berlin.

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