DIE JAGD NACH DEM AUSSERGEWÖHNLICHEN

Wie Bernd Eichinger über fünfzehn Jahre lang seinen Traum verfolgte,
DAS PARFUM zu verfilmen

p24

„Da gab es keine Zweifel. Das Buch musste man haben. Und dann musste man es schaffen, einen Film daraus zu machen, der gut genug ist, um dem Buch gerecht zu werden.“

Produzent Bernd Eichinger über DAS PARFUM

INTERVIEW zu DAS PARFUM

 

Interview mit Bernd Eichinger

In der Schwabinger Künstlerszene der achtziger Jahre waren der Produzent Bernd Eichinger und der Schriftsteller Patrick Süskind gut befreundet. Aber selbst Eichinger wusste nicht, was Süskind damals schrieb: Es war die Geschichte eines Mörders mit übernatürlichem Geruchssinn, die 1985 zum Weltbestseller werden sollte: DAS PARFUM. Schon beim ersten Lesen wusste Eichinger: Dieses Buch muss ich verfilmen.
Die Rechte waren allerdings unverkäuflich. Fünfzehn Jahre lang – egal wer nachfragte. Nur Eichinger gab keine Ruhe, bis er seine Vision dieses Films verwirklichen konnte.

Die Szene
Das heranwachsende Waisenkind Grenouille (Ben Whishaw) geht durch eine chaotische Pariser Straßenszene des 17. Jahrhunderts und saugt von überall her gierig die Düfte ein. Seine übernatürlichen Sinne speichern jeden Gestank und jeden Wohlgeruch. Am Ende führt ihn seine Nase vor die Parfümerie Pellisier – und auf einmal weiß er, welchen Beruf er ergreifen wird.

Der Künstler
Bernd Eichinger, Jahrgang 1949, studierte an der Münchner Filmhochschule und gründete im Alter von 25 Jahren seine erste Filmproduktionsfirma. Mit der Verfilmung des Bestsellers WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO bewies er zum ersten Mal sein Gespür für Großproduktionen und kassenträchtige Themen. Es folgte die Zusammenarbeit mit internationalen Regisseuren und zahlreiche Produktionen für den Weltmarkt, von DIE UNENDLICHE GESCHICHTE über DER NAME DER ROSE und DAS GEISTERHAUS bis zu RESIDENT EVIL. Gerade in den letzten Jahren gelang es Eichinger, auch so komplexe und anspruchsvolle Stoffe wie DER UNTERGANG, ELEMENTARTEILCHEN und der BAADER-MEINHOF-KOMPLEX aufwändig und erfolgreich ins Kino zu bringen.
Bernd Eichinger starb völlig unerwartet am 24. Januar 2011.

 

Kommentare

#1
Irene Erentraut (30.05.2008 18:41)
Kurzkritik
Kurzkritik Der Filmausschnitt ist gut gewählt, denn er liefert uns als Einführungsszene einen guten Einblick in den Film, ebenso verrät er nicht zu viel und somit erfüllt der Filmausschnitt seine Funktion. Er weckt effektiv Interesse an den Film. Zum zweiten Teil kann ich sagen, dass es sehr übersichtlich gestaltet wurde, denn jede Frage wird vorher kurz eingeblendet und man kann Teile des Interviews beliebig oft aufrufen und in unterschiedlicher Reihenfolge. Jedoch sind nicht alle gewählten Kurzüberschriften der Schwerpunkte im Interview sinnvoll, denn z.B die Überschrift „noch ein Problem“ könnte präziser sein. Im dritten Teil sind Inhalt und Gestaltung auch sehr gut und das schriftliche Dokument zum Interview und dem Persönlichen finde ich besonders gut, denn so hat man die Möglichkeit mehr Informationen aufnehmen zu können. Insgesamt ist der Internetauftritt inhaltlich gut und durch die dezente und übersichtliche Gestaltung wirkt er auch vertrauenswürdig und seriös.