EIN SELTSAMES WESEN

Wie die Maskenbildnerin Julia Lechner ein menschliches Tippkick-Männchen schuf

„Ich kann keine Maske für jemanden entwerfen, der das durch sein Spiel nicht unterstützt. Aber bei Eckhard Preuß war immer klar, dass er sich in ein Tippkickmännchen verwandeln kann."

Maskenbildnerin Julia Lechner über die Hauptfigur von AUS DER TIEFE DES RAUMES

INTERVIEW zu AUS DER TIEFE DES RAUMES

 

Interview mit Julia Lechner

AUS DER TIEFE DES RAUMES, eine Fußball-Komödie des Regisseurs Gil Mehmert, basiert auf einer bizarren Idee: Durch einen Unfall mit Wasser, Strom und einigen Chemikalien wird ein Tippkick-Männchen plötzlich in einen Menschen verwandelt, der perfekt Fußballspielen kann und später als Günther Netzer berühmt wird. Für die junge Maskenbildnerin Julia Lechner war dieser Film der erste Auftrag nach der Ausbildung. Es galt, einem echten Menschen wieder das Aussehen einer bemalten Blechfigur zu verpassen – eine Herausforderung an die Maske, die sie mit viel Kreativität gemeistert hat.

Die Szene
Ein bleicher und sehr steifer junger Mann (Eckhard Preuß) mit einem roten Knopf auf dem Kopf irrt durch den Wald. Bei einer Begegnung mit Holzfällern wird der Knopf zufällig abgesägt. Danach trifft er einen ebenfalls sehr bleichen Pantomimen. Hans-Günther (Arndt Schwering-Sohnrey) entdeckt ihn schließlich an einer Bushaltestelle – und stellt fest, dass der Fremde gespenstische Ähnlichkeit mit seiner verlorenen Tippkick-Figur hat. Ein Blick unter die Jacke bestätigt seinen Verdacht – die Figur ist auf unerklärliche Weise lebendig geworden. Mit dem Mofa nimmt er das seltsame Wesen mit.

Die Künstlerin
Julia Lechner ist Absolventin der Theaterakademie August Everding in München, wo sie zur Maskenbildnerin ausgebildet wurde. Im Jahr 2003 drehte sie ihren Debütfilm als Maskenbildnerin mit dem Regisseur Gil Mehmert: AUS DER TIEFE DES RAUMES. Außerdem war sie für die Maske in GEFÜHLTE TEMPERATUR und BLÖDE MÜTZE verantwortlich.

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