UNIFORMEN, DIE OPTISCH STINKEN

Wie Monika Bauert die Schauspieler im BOOT in echte Männer verwandelt hat

„Die U-Boot-Jungs haben ein Jahr in diesen Klamotten gesteckt. Und waren eigentlich von morgens bis abends nass."

Kostümbildnerin Monika Bauert über die Dreharbeiten zu DAS BOOT

INTERVIEW zu DAS BOOT

Interview mit Monika Bauert

Als der Regisseur Wolfgang Petersen begann, Lothar-Günther Buchheims Bestseller DAS BOOT zu verfilmen, verlangte er von seinem Team hinter der Kamera etwas Besonderes: einen selbst in harten Kriegsfilmen bisher nicht gekannten Realismus. So musste der Szenenbildner ein originalgetreues U-Boot der Kriegsmarine nachbauen, der Kameramann selbst durch die engsten Schleusen kriechen – und die Uniformen mussten aussehen, als wären sie tatsächlich von Soldaten im Kampfeinsatz getragen worden. Das war die Herausforderung für die Kostümbildnerin Monika Bauert.

Die Szenen
Der U-Boot-Kommandeur Kapitänleutnant Lehmann-Willenbrock (Jürgen Prochnow) bringt den Kriegsberichterstatter Leutnant Werner (Herbert Grönemeyer) zur Abfahrt der "U96" in den Hafen von La Rochelle. Die Mannschaft ist in Uniform angetreten, die Offiziere gehen an Bord, die "U96" sticht in See. Ein Essen in der Kapitänskajüte und ein Probealarm zeigen das Leben an Bord. Marineuniformen in verschiedenen Stadien der Auflösung, alte Jacken und Pullover gehören zur "Kleiderordnung" des Boots.

Die Künstlerin
Monika Bauert begann ihre Karriere als Kostümbildnerin Anfang der siebziger Jahre im deutschen Fernsehen und arbeitete schnell an internationalen Großprojekten wie z.B. DIE AKTE ODESSA. Diese Erfahrung führte sie zu Wolfgang Petersen und seinem BOOT – eine einzigartige, erfüllende, aber auch extrem anstrengende Arbeit, die am Ende zwei Jahre Lebenszeit kosten sollte. Spätere Erfolge verzeichnete sie mit Sönke Wortmann (DER BEWEGTE MANN, DAS SUPERWEIB) und Til Schweiger (KNOCKIN’ ON HEAVEN'S DOOR).

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