SCHATTENWELT – ein Gespräch über Kameraführung und Farbkonzept

02.06.2009 | Ein Artikel von SCHATTENWELT

Kinostart: 25. Juni 2009

Inhalt:

Nach 20 Jahren hat Terrorist Widmer (Ulrich Noethen) seine Strafe abgesessen und kommt frei. Dem führenden Mitglied der RAF wurde der Mord an einem Bankpräsidenten und eines zufällig anwesenden Zeugen nachgewiesen, doch die Aussage der Kronzeugin hinterließ erhebliche Zweifel. In Freiheit begegnet er nun Valerie (Franziska Petri), seiner Nachbarin. Die vom Leben gebeutelte junge Frau stellt sich als Tochter seines Opfers heraus und verlangt Aufklärung.

SCHATTENWELT greift mit dem Thema des RAF-Terrorismus ein immer noch virulentes Kapitel der deutschen Geschichte auf. Regisseurin Connie Walther und Autor Uli Herrmann konzentrieren sich dabei auf die Perspektive der Opfer, die es auf beiden Seiten gab: in den Familien der Ermordeten wie in den Familien der Täter. So ist SCHATTENWELT weniger eine Geschichte über die RAF, sondern vor allem ein Film über das, was Gewalt – über Generationen hinweg – anrichtet.

Statements:

Die Kamerafrau Birgit Gudjonsdottir zu Ihrer Arbeit bei SCHATTENWELT:
„Das Licht dringt in die Schatten der Vergangenheit, es macht alles sichtbarer. Es bringt die Wahrheit ans Licht. Der Entzug der Farben hebt hervor, dass die Vergangenheit immer noch ein Teil der Gegenwart ist.
Die Vergangenheit durchdringt die Gegenwart und weist somit auch auf Kommendes. Die Zukunft ist ohne das Vergangene nicht denkbar. Die Kamera ist immer nah an den Protagonisten, weicht Ihnen nicht von der Seite. Und nimmt somit eine Stellung der Unmittelbarkeit ein."

Die Regisseurin Connie Walther zum Farbkonzept von SCHATTENWELT:

Pressestimmen:

„SCHATTENWELT ist ein Film, der Fragen stellt – Fragen nach Schuld und Verantwortung. Und nach einem möglichen Umgang von Opfer und Täter. Das ist etwas Neues im deutschen Film."
ZDF, Kennwort Kino

„Die meisten RAF-Filme befassen sich einzig mit den Tätern, die Gefahr einer Verklärung liegt da immer nahe. SCHATTENWELT rückt hingegen explizit die namenlosen, die vergessenen Opfer in den Fokus."
Die Welt

Trailer:

Zum offiziellen Trailer von SCHATTENWELT geht es hier.

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