Kamermann Wolfgang Treu im Interview

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31.07.2009 | Ein Artikel von Redaktion 24

Zur Person:

Wolfgang Treu, Jahrgang 1930, ließ sich nach dem Krieg zunächst als Fotograf ausbilden und kam 1957 zum Film.
Bis 1962 arbeitet er unter der Leitung des Chef-Kameramanns Heinz Pehlke an 17 Filmproduktionen, u.a. an Helmut Käutners Zuckmayer-Verfilmung DER SCHINDERHANNES (1958) und SCHWARZER KIES (1961).

Wolfgang Treu

Neben Fernsehfilmen und -serien lieferte er vielbeachtete Kamerarbeiten mit Vertretern des Jungen Deutschen Films ab, so z.B. Ulrich Schamonis ALLE JAHRE WIEDER (1967), Johannes Schaafs TROTTA (1970) und Hark Bohms NORDSEE IST MORDSEE (1975). Wolfgang Treu versuchte bei seinen Arbeiten mit möglichst wenig Zusatzlicht auszukommen, was den Bildern eine gewisse Körnigkeit und farbliche Diffusität verlieh.

1969 erhält er für seine Kamerarbeit bei Rudolf Noeltes Kafka-Verfilmung DAS SCHLOSS (1969) den Bundesfilmpreis.

Wolfgang Treu, der auch zahlreiche Werbefilme aufnahm, lebt in Hamburg und ist seit 1993 als Lehrbeauftragter an verschiedenen Filmhochschulen, unter anderem an der Filmakademie Baden-Württemberg. Von 1993 bis 2000 war er Präsident des Bundesverbandes Kamera, danach Ehrenpräsident.

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