DIE WELT DES SCHÖNEN SCHEINS

Wie der Kameramann Gernot Roll mit 900 Kerzen einen unvergesslichen Film-Abend schuf

„Das Gegenlicht macht eine ganz grossartige Stimmung. Ich nenne das 'die Luft beleuchten'. Es macht die Bilder einfach besser."

Kameramann Gernot Roll über die Dreharbeiten zu ROSSINI – ODER DIE MÖRDERISCHE FRAGE, WER MIT WEM SCHLIEF

INTERVIEW zu ROSSINI - ODER DIE MÖRDERISCHE FRAGE, WER MIT WEM SCHLIEF

Interview mit Gernot Roll

Als Helmut Dietl und Patrick Süskind das Drehbuch für ROSSINI – ODER DIE MÖRDERISCHE FRAGE, WER MIT WEM SCHLIEF schrieben, gaben sie dem entscheidenen Abend im Münchner Nobelrestaurant "Rossini" ein besonderes Flair – durch reines Kerzenlicht. Dem erfahrenen Kamerakünstler Gernot Roll fiel die schwierige Aufgabe zu, diese Lichtvision umzusetzen. Hier erklärt er, welche Tricks er dabei verwendet hat – und warum keineswegs nur reines Kerzenlicht zum Einsatz kam.

Die Szene
Die unerfahrene junge Theaterschauspielerin Schneewittchen (Veronika Ferres) sieht in einer blauen Münchner Nacht das von hunderten von Kerzen beleuchtete Restaurant des Italieners Paolo Rossini (Maria Adorf) und steht gebannt davor. Rossini spricht sie an – unwirsch zunächst, dann immer freundlicher, bis er sich als "leidenschaftlicher Freund der Schauspielkunst" bekennt. Schneewittchens Eintritt in die feine Gesellschaft ist gesichert.

Der Künstler
Gernot Roll wurde 1939 in Dresden geboren, machte seine Ausbildung bei der DEFA an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg und verließ 1960 die DDR Richtung Westen, wo er jahrelang in den Bavaria Studios in München für Fernsehspiele und Serien tätig war. Im Kino debütierte Roll mit JET GENERATION. Vor allem die Filme in Zusammenarbeit mit Helmut Dietl, Axel Corti, Edgar Reitz, Sönke Wortman, Peter Sehr und Caroline Link gehören zu seinen wichtigen Arbeiten – darunter der HEIMAT-Zyklus, WELCOME TO VIENNA, KASPAR HAUSER, DER BEWEGTE MANN, ROSSINI und NIRGENDWO IN AFRIKA. Seit 1994 saß er bereits sieben Mal selbst auf dem Regiestuhl und führte gleichzeitig die Kamera.

Kommentare

#1
Katharina Lenk (30.05.2008 15:19)
Internetauftritt des Films
Insgesamt gefällt mir der Internetauftritt des Films gut. So ist zum Beispiel die Schrift gut lesbar und die Schriftfarben rot und schwarz erinnern an das Logo von Projekt 24. Die Seite ist sehr übersichtlich, strukturiert und funktional aufgebaut. An der rechten Seite werden unter "Verwandte Themen" Interviews mit anderen Gesprächspartnern angezeigt. Leider geht daraus nur der Name des Interviewpartners hervor, jedoch nicht, um welches verwandte Thema es sich denn nun handelt. Über die Szene und den Künstler erhält man einen guten Überblick, ich fände es allerdings wünschenswert, wenn auch eine kurze Inhaltsangabe des Films zur Verfügung stände. So ließen sich alle Informationen, die man erhält, besser einordnen. Das Glossar ist eine gute Idee, da man durch die gegebenen Informationen einen besseren Zugang zur Filmbranche bekommt. Jedoch ist der Verweis auf das Glossar auch teilweise unnütz, wenn z.B. beim Begriff "Szene" nur das Wort "Szene" als Erläuterung steht. Das abspielbare Interview verschafft einen guten Überblick, während das geschriebene, ganze Interview voller interessanter Informationen steckt, aber auch langatmig zu lesen ist. Ich finde, dass die persönlichen Fragen am Ende nicht von allzu großer Relevanz sind und das Interview nur unnötig in die Länge ziehen. Abschließend möchte ich noch anmerken, das es etwas verwirrend ist, wenn auf der Seite einmal von "Rossini - oder die tödliche Frage wer mit wem schlief" und einmal von "Rossini - oder die mörderische Frage wer mit wem schlief" die Rede ist.