Die Kameraperspektive, auch der Kamerawinkel, bezeichnet die Position der Kamera(s), aus der eine Szene gefilmt wird. Die Perspektive wird vom Kameramann und Regisseur gemeinsam festgelegt. Diese gewählte Perspektive entspricht auch der Perspektive des Zuschauers, sie stellt eine Beziehung zwischen dem Zuschauer und dem dargestellten Objekt her. Die verschiedenen Perspektiven erzeugen bildgestalterisch, ästhetisch und psychologisch höchst unterschiedliche Wirkungen.
„Jeder visuelle Standpunkt bedeutet einen seelischen Standpunkt.“ (Béla Balász)
Im sowjetischen Revolutionsfilm (z.B. bei Sergei Eisenstein oder Vsevolod Pudowkin) wurden zum ersten Mal extreme Kameraperspektiven gewählt. So wurden Vertreter der Bourgeoisie aus extremer Untersicht gezeigt, was ihre „Arroganz und Grausamkeit sinnfällig machte“ (Siegfried Kracauer). Auch die Helden der Revolution wurden aus einer Untersicht gezeigt, allerdings nur aus einer ganz leichten – dadurch wirkten sie heldenhaft und erhaben.
Durch die Bewegung der Kamera kann die Perspektive innerhalb einer Einstellung verändert werden.
In anderem filmischen Zusammenhang beschreibt der Begriff 'Perspektive' den Versuch, raumbildend in der Zweidimensionalität zu wirken; das heißt, einem zweidimensionalen Filmbild den subjektiven Eindruck von Dreidimensionalität, von Tiefe zu verleihen (z.B. durch Staffelungen im Bild, dem bewussten Gestalten von Vorder- und Hintergrund sowie einer plastischen Akzentuierung des Lichts).
| Erstellt: | 09.10.2008 von Redaktion VIERUNDZWANZIG.DE | |||
| Letzte Änderung: | 19.11.2008 von Peter Przybylski | |||
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| Datum | Benutzer |
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| 09.10.2008 16:49 | Redaktion VIERUNDZWANZIG.DE |
| 19.11.2008 15:29 | Redaktion VIERUNDZWANZIG.DE |
| 19.11.2008 19:05 | Peter Przybylski |


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