Glossar: Dokumentarfilm

Der Dokumentarfilm ist eine eigene Film-Gattung mit einer langen Tradition. Charakterisiert wird der Dokumentarfilm mit all seinen Subgenres grundsätzlich dadurch, dass in diesen Filmen eine ästhetische Repräsentation eines von dem/der FilmemacherIn bewusst gewählten Ausschnitts der Wirklichkeit stattfindet. Der Autor / die Autorin erzählt von einer realen Person und ihrem Schicksal, einem tatsächlichen Ereignis, verdichtet dies aber mit den ihr oder ihm zur Verfügung stehenden und dem Thema adäquaten filmkünstlerischen Mitteln. Dabei folgt der künstlerische Prozess (durch die FilmemacherIn) den Konventionen des sich für den dokumentarischen Film herausgebildeten Systems, das zwar durch die Jahrzehnte (wie die Sprache auch) Veränderungen unterworfen ist, aber durchaus Basisregeln herausgebildet hat. Diese beinhalten, dass im Dokumentarfilme Thema und Struktur in Beziehung gesetzt werden und sich daraus der Form der Narration ableitet. Der Dokumentarfilm wird in der Gestaltung eher über Assoziationsketten (als über Plot und Story) strukturiert, die durch Rhythmus und Argument bestimmt werden, also überwiegend im Sinne einer dramaturgisch offenen Form erzählt, wobei dem Filmbild eine besondere Bedeutung zukommt.

Erstellt: 09.10.2008   von   Kerstin Stutterheim
Letzte Änderung: 27.08.2010   von   Kerstin Stutterheim

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Datum Benutzer
09.10.2008 13:36 Kerstin Stutterheim
25.11.2009 15:10 Kerstin Stutterheim
17.12.2009 17:03 Kerstin Stutterheim
27.08.2010 13:13 Kerstin Stutterheim

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