Glossar: 6-Kanal-Mischung

Überbegriff für heute gängige Tonformate im Kino. Beispiele hierfür sind Dolby Digital und DTS. Man spricht auch von 5.1 (sprich: fünf punkt eins), da 5 Kanäle existieren, die (bedingt) den gesamten Frequenzbereich (des menschlichen Gehörs) abbilden können und einen Kanal, der nur die tiefsten Frequenzen (bis ca 100 Hz) wiedergeben kann und soll - den LFE- (Low Frequency Effects) oder Boom-Kanal.

Es gibt also die Kanäle Links, Mitte, Rechts, Links-Surround, Rechts-Surround und LFE. Meisst findet man dafür natürlich die englischen Bezeichnungen (Left, Center, Right, Left-Surround, Right-Surround, LFE oder auch L, C, R, Ls, Rs, LFE).

Während einer Kinomischung werden also sämtliche von den Tongestaltern (Settonmeister, Soundeditor, Sounddesigner, Geräuschemacher) sowie Komponisten angelieferten bzw. vorbereiteten Tonereignisse (Dialog, Atmosphären, Effekte, synchron-Sprache und Geräusche, Musik etc.) nicht nur in Ihrer Lautstärke, Räumlichkeitseindruck und Frequenzgang entsprechend den künstlerischen Wünschen der beteiligten Kreativen im Hinblick auf Ihre Wirkung zum Filmbild und für die Dramaturgie beeinflusst, sondern sie werden auch auf die vorhandenen 6 Tonkanäle verteilt. (Man spricht auch von Panning)

Oft sind sowohl eine 4-kanalige als auch eine 6-kanalige Version der Tonmischung auf dem Film vorhanden, so dass bei einem technischen Ausfall der 6-kanaligen Version auf die 4-kanalige umgeschaltet werden kann.

Erstellt: 05.07.2008   von   Patrik Kaiser
Letzte Änderung: 15.09.2010   von   Patrik Kaiser

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Datum Benutzer
05.07.2008 17:44 Patrik Kaiser
07.06.2010 14:56 Patrik Kaiser
15.09.2010 11:27 Patrik Kaiser

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