Rolleninterpretation bezeichnet die Auseinandersetzung des Schauspielers mit einer Bühnenfigur im Rahmen von Probenarbeit und Aufführung. Sie umfasst die Rollenanalyse sowie den Prozess des Erlebens und Darstellens, der von der improvisatorischen Annäherung bis zur Fixierung der gefundenen Spielvorgänge und Haltungen. Dabei werden alle Ausdrucksmittel der Bühne - Requisiten und Objekte, Musik und Klang, Kostüm und Maske, der Bühnenraum - unterstützend einbezogen. Nach Stanislawski dient die Rollenanalyse als erster Schritt dazu, Umfeld, Biographie und Innenleben der Figur zu befragen, um dem Spiel Sinn, Folgerichtigkeit oder auch Widersprüchlichkeit zu verleihen. Der Schauspieler muss, um die Figur sowohl erleben wie darstellen zu können, zum Zwecke der Glaubwürdigkeit auf analoge eigene Erfahrungen oder Beobachtungen zurückgreifen, muß zugleich das Ausgangsmaterial durch gezielte Eingriffe verdichten. Die beiden Pole des Erlebens und Darstellens, der Identifikation und der Demonstration gelten als nicht-hintergehbare Bestandteile des Spielens.
| Erstellt: | 13.12.2007 von Anonymer Benutzer | |||
| Letzte Änderung: | 01.02.2008 von Anonymer Benutzer | |||
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| Datum | Benutzer |
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| 13.12.2007 12:16 | Anonymer Benutzer |
| 01.02.2008 16:38 | Anonymer Benutzer |


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